Vention und Teradyne Robotics vertiefen Zusammenarbeit bei Roboterzellen

22.06.2026
  • Die strategische Zusammenarbeit beschleunigt die Entwicklung und Umsetzung von Roboterzellen durch den Einsatz einer Digital Twin-Technologie, die speziell für Universal Robots optimiert wurde.
  • Weiterentwicklung von  Ventions MachineBuilder-Technologie für Anwendungen mit Universal Robots.
  • Kunden von Teradyne Robotics erhalten Zugriff auf eine sofort einsatzbereite digitale Entwicklungsumgebung.
  • Live-Demonstrationen auf der Automate 2026 zeigen die Integration mit Ventions Rapid Operator AI auf Basis der offenen NVIDIA Isaac Plattform sowie anspruchsvolle Schweißanwendungen mit den kollaborativen Robotern UR12e und UR20 von Universal Robots.

CHICAGO, 22. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Vention, die führende digitale Plattform für industrielle Automatisierung, und Teradyne Robotics haben heute auf der Automate 2026 eine strategische Zusammenarbeit bekannt gegeben, um die Umsetzung modularer Automatisierungslösungen weiter zu beschleunigen.

Die von Vention und Teradyne Robotics entwickelte Plattform zur Erstellung digitaler Zwillinge ermöglicht die Planung, Programmierung und Simulation von Universal-Robots-Zellen in einer einheitlichen digitalen Umgebung. (CNW Group/Vention Inc.)

Während viele Automatisierungslösungen weiterhin durch getrennte Hard- und Softwarewelten geprägt sind, schafft die Zusammenarbeit eine durchgängige Lösung für Planung, Simulation und Umsetzung von Automatisierungsprojekten. Durch den Einsatz von Ventions bewährter Technologie erhalten Kunden von Teradyne Robotics Zugriff auf eine sofort einsatzbereite digitale Entwicklungsumgebung. Dadurch lassen sich Reichweiten, Layouts und modulare Maschinenstrukturen bereits vor dem Aufbau realitätsnah validieren.

„Diese Zusammenarbeit unterstreicht unsere Überzeugung, dass Robotik für Hersteller jeder Größe schneller, einfacher und skalierbarer werden muss", sagt Étienne Lacroix, Chief Executive Officer von Vention. „Durch die Kombination unserer Expertise im Bereich digitaler Zwillinge mit den Fähigkeiten von Universal Robots schaffen wir einen neuen Ansatz für die Entwicklung modularer Roboterzellen. Das verkürzt den Weg zur Wertschöpfung und bietet gleichzeitig die Flexibilität, die moderne Produktionsumgebungen erfordern."

„Für unsere Kunden besteht der eigentliche Durchbruch darin, den Weg von der ersten Idee bis zur produktionsreifen Lösung mit deutlich mehr Sicherheit zu gestalten", sagt Justin Brown, Chief Commercial Officer von Teradyne Robotics. „Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, realitätsnahe Simulationen bereitzustellen, die das tatsächliche Bewegungsverhalten der Roboter präzise abbilden. Das reduziert Iterationsschleifen, beschleunigt die Validierung und verkürzt den Weg von der Planung bis zur Inbetriebnahme."

Die nächste Stufe der digitalen Automatisierungsplanung

Aufbauend auf einer erfolgreichen mehrjährigen Zusammenarbeit geht diese neue Phase deutlich über die reine Hardware-Kompatibilität hinaus. Ziel ist eine tief integrierte digitale Benutzererfahrung, die speziell auf die Anforderungen von Anwendern kollaborativer Robotik zugeschnitten ist.

  • Für Universal Robots optimierte Entwicklungsumgebung: Eine speziell entwickelte Benutzeroberfläche innerhalb der Vention-Plattform enthält die technischen Spezifikationen und Leistungsdaten der gesamten UR-Cobot-Familie. Dadurch können Anwender sicherstellen, dass ihre Konzepte von Beginn an technisch umsetzbar sind.
  • Exklusiver Automatisierungs-Marktplatz: Anwender erhalten Zugriff auf Ventions Ökosystem von Universal Robots validierten UR+ Komponenten – von Greifersystemen bis hin zu Linearachsen und Verfahrachsen.
  • Mehr Möglichkeiten für Kunden und Vertriebsteams: Teams von Universal Robots können ihren Kunden innerhalb weniger Minuten realitätsnahe 3D-Simulationen bereitstellen. Dadurch wird die Zusammenarbeit in der Konzeptphase vereinfacht und der Weg zum Proof of Concept deutlich verkürzt.
  • Bibliothek validierter Anwendungsvorlagen: Die Plattform umfasst eine Reihe vorkonfigurierter Automatisierungsvorlagen für besonders gefragte Anwendungen, darunter End-of-Line-Lösungen, Maschinenbeschickung, Pick-and-Place-Anwendungen sowie Linearachsensysteme über Kopf. Alle Vorlagen wurden speziell für den Einsatz mit UR-Cobots optimiert.

Zum Start wird die Lösung in Nordamerika und Europa eingeführt. Kunden von Universal Robots erhalten damit eine integrierte Automatisierungsplattform, die Roboterauswahl, Planung mit digitalen Zwillingen, Steuerungstechnik und modulare Maschineninfrastruktur in einem durchgängigen Workflow verbindet.

Live-Demonstrationen auf der Automate 2026

Teradyne Robotics und Vention präsentieren ihre Technologien in dieser Woche auf der Automate 2026 in Chicago:

  • Teradyne Robotics (Universal Robots und MiR) – Stand #1250: Gezeigt wird Rapid Operator AI, eine NVIDIA-gestützte Bin-Picking-Lösung auf Basis der offenen Isaac Plattform, die autonome Entscheidungsfindung ermöglicht.
  • Vention – Stand #2848: Vorgestellt werden ein UR12e für KI-gestütztes Bin Picking sowie ein UR20 auf einer Überkopf-Linearachse. Die Demonstration zeigt fortschrittliche Schweißanwendungen für großformatige Werkstücke.

Kontakt

Dr. Torben Pfau

E: pfau@story-fabrik.com

T: +49 163 61 40 945

Christine Boivin

E: christine.boivin@vention.cc

T: +1.514.293.3423

Über Vention

Vention gestaltet die Zukunft der industriellen Automatisierung mit der weltweit einzigen KI-gestützten Full-Stack-Plattform, die Hardware, Software und physische KI in einem nahtlosen Erlebnis vereint. Mit über 25.000 weltweit installierten Maschinen und einer Community von mehr als 4.000 Fabriken ermöglicht Vention Unternehmen, schlüsselfertige oder kundenspezifische Automatisierungslösungen in nur wenigen Tagen zu entwerfen, zu programmieren, in Betrieb zu nehmen und zu betreiben. Vention verbindet intelligente Software und modulare Hardware zu Automatisierungslösungen, die auf Anhieb funktionieren. Weitere Informationen finden Sie unter vention.com.

Über Teradyne Robotics

Teradyne Robotics ist ein weltweit führender Anbieter fortschrittlicher Robotiklösungen und treibt die Weiterentwicklung moderner Fertigungsprozesse durch Innovationen im Bereich kollaborativer und mobiler Robotik voran. Mit seinen Unternehmen Universal Robots und Mobile Industrial Robots (MiR) unterstützt Teradyne Robotics Unternehmen jeder Größe dabei, operative Abläufe zu optimieren und die Stärken von Mensch und Maschine effizient miteinander zu verbinden. Das umfassende Lösungsportfolio ermöglicht Herstellern eine höhere Produktqualität, gesteigerte Produktivität und verbesserte Arbeitssicherheit. Teradyne Robotics ist ein Geschäftsbereich von Teradyne, Inc. (NASDAQ: TER), einem führenden Anbieter von automatisierten Testsystemen und Robotiklösungen. Weitere Informationen finden Sie unter teradyne.com.

Vention (CNW Group/Vention Inc.)

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Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026

Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.