THAD präsentiert den China-Pavillon auf dem UIA-Weltkongress der Architekten und stellt dabei Chinas Ansätze zur zeitgenössischen Architektur vor

03.07.2026

BARCELONA, Spanien, 3. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Vom 28. Juni bis zum 2. Juli fand in Barcelona, Spanien, der 29. UIA-Weltkongress der Architekten statt. Unter der kuratorischen Leitung des Instituts für Architekturdesign und -forschung der Tsinghua-Universität (THAD) wurde der China-Pavillon der UIA-Mitgliedssektionsausstellung am 29. Juni offiziell eröffnet. Unter dem Motto „A Dynamic View of Contemporary Chinese Architecture (DVCA)" wurde der Pavillon über einen Zeitraum von fast drei Jahren unter der Leitung eines akademischen Kuratoriums entwickelt, das sich aus 117 Akademikern, Meisterarchitekten und renommierten Designern zusammensetzte, und präsentiert ein authentisches Panorama der Koexistenz vielfältiger zeitgenössischer chinesischer Architekturstile.

Globaler Dialog: Gäste äußerten sich bei der Eröffnungsfeier zur nächsten Etappe der chinesischen Architektur

UIA-Präsidentin Regina Gonthier lobte die Ausstellung als „beispiellos in ihrem Umfang und bemerkenswert in ihrer Qualität". Li Cundong, Generalsekretär der Chinesischen Architektenvereinigung, wies darauf hin, dass der China-Pavillon der erste klimaneutrale China-Pavillon in der Geschichte des UIA-Kongresses ist. Xiu Long, Präsident der Chinesischen Architektenvereinigung, gab bekannt, dass Beijing den Kongress 2029 erneut ausrichten werde, und fügte hinzu, dass die Anwesenheit von fast 300 chinesischen Architekten das Selbstbewusstsein der chinesischen Architektenbranche widerspiegele. Liu Yulong, Chefkurator des China-Pavillons sowie Vorsitzender, Chefarchitekt und Chefkurator von THAD, stellte vor, dass die Ausstellung um sieben Schlüsselthemen herum organisiert ist: Erinnerung, Natur, Menschlichkeit, Handwerkskunst, Harmonie, Heimat und Innovation. Akademiemitglied Cui Kai lud Architekten aus aller Welt ein, sich 2029 wieder in Beijing zu versammeln.

(Photo: Liu Yulong, Chief Curator of the China Pavilion and Chairman of THAD, Delivered Remarks at the Opening Ceremony)

Vielfältige Ansätze: Die zeitgenössische chinesische Architektur reagierte auf vielfältige Weise auf die Welt

Über 350 Exponate umfassten 11 thematische Kategorien, darunter Stadtplanung, öffentliche Gebäude, Kultur und Kunst sowie die Wiederbelebung des ländlichen Raums. Die Ausstellung behandelt Themen vom öffentlichen Wohlbefinden über Stadterneuerung und nachhaltige grüne Entwicklung bis hin zur internationalen Expansion der chinesischen Architektur durch Zusammenarbeit im Ausland. Die teilnehmenden Architekten zeigen ebenso vielfältige Perspektiven: Einige konzentrieren sich auf regionale Klimabedingungen und lokale Materialien; andere erforschen strukturelle Innovationen und räumliche Wahrnehmung; wieder andere legen den Schwerpunkt auf das öffentliche Stadtleben. Diese Werke zeichnen ein authentisches, facettenreiches und multidimensionales Bild der zeitgenössischen chinesischen Architektur.

Gedankenstaffel: Mehrere Generationen entwarfen gemeinsam die Zukunft der Architektur

Während des Kongresses organisierte die THAD eine Reihe von akademischen Veranstaltungen im China-Pavillon. Das Eröffnungsforum „DVCA: Die Veranstaltung „Gedankenstaffel der Architekten im China-Pavillon" brachte über zwanzig Architekten zusammen. Die Kerngeneration diskutierte Strategien für Mikrointerventionen in der Stadterneuerung, während jüngere Architekten bahnbrechende Erkundungen im Bereich des kohlenstoffarmen Bauens und des KI-gestützten Entwurfs vorstellten. Veranstaltungen wie der Nachwuchsdialog „Dynamic Vision, Future Voices" fanden nacheinander statt. Die Stimmen mehrerer Generationen trafen im China-Pavillon aufeinander und vermittelten der Welt ein lebendiges und authentisches Bild der chinesischen Architekturbranche.

Der erste klimaneutrale Pavillon, unterstützt durch digitale Technologie: Doppelte Durchbrüche in Technologie und Vision

Der China-Pavillon ist der erste klimaneutrale China-Pavillon in der Geschichte des UIA-Kongresses. Sein gesamter CO₂-Fußabdruck wurde durch spezielle Emissionszertifikate ausgeglichen und ist international zertifiziert. Die Ausstellungsstruktur besteht aus recycelbaren Verbundplatten aus einer Mischung aus Eukalyptus- und Kiefernfasern, die recyceltes Holz enthalten. Mithilfe digitaler Medientechnologien werden überragende chinesische Architekturwerke und -praktiken kontinuierlich durch dynamische visuelle Darstellungen präsentiert. Zudem wurde eine selbst entwickelte Cloud-Ausstellungsplattform ins Leben gerufen, die einen weltweiten Online-Zugriff ermöglicht und Chinas architektonische Errungenschaften sowie innovative Praktiken mit einem Publikum auf der ganzen Welt teilt.

(Photo: China Pavilion at the 2026 UIA World Congress of Architects in Barcelona)

Keine vorgefertigten Antworten: Die chinesische Architektur hat sich der Zukunft zugewandt

Laut Liu Yulong will die DVCA nicht die chinesische Architektur definieren, sondern zeigen, in welche Richtung sie sich entwickelt. „Dies ist nicht nur eine Ausstellung, sondern auch ein Versuch, zu vermitteln, wie chinesische Architekten denken, auf die Realität reagieren und wie sie die Zukunft sehen."

Während des Kongresses empfing der China-Pavillon vor Ort mehr als 6.000 Besucher, während seine Online-Cloud-Ausstellung mehr als 10.000 virtuelle Besucher aus Dutzenden von Ländern und Regionen anzog. Dieser internationale Dialog trägt weiterhin dazu bei, der Welt die Ideen und Praktiken näherzubringen, die die zeitgenössische chinesische Architektur prägen.

(Photo: Visitors Touring and Exchanging Ideas in the China Pavilion Exhibition Hall)

 

 

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Technische Berufe im Fokus: Sachsen kämpft um den Berufsnachwuchs

15.06.2026

In Sachsen bleiben trotz anhaltend hoher Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mehr als 8.000 Lehrstellen unbesetzt. Besonders das Handwerk und technische Berufe stehen unter Druck, geeigneten Nachwuchs zu finden. Das sächsische Wirtschaftsministerium reagiert mit einer Offensive für Ausbildung und Qualifikation und nimmt dabei gezielt das Handwerk in den Blick.

„Eine gute Ausbildung eröffnet jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt klar: Viele Leistungen im Handwerk lassen sich nicht einfach automatisieren“, sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Künstliche Intelligenz könne weder Kabelbäume binden noch Gebäudetechnik installieren oder Industrieanlagen warten, betonte der Minister. Ziel sei es, für angehende Fachkräfte die „besten Bedingungen für Ausbildung und Aufstieg“ im Freistaat zu schaffen.

Allein im Handwerk wird in Sachsen in rund 130 Berufen ausgebildet. Der Bedarf ist groß, insbesondere in technischen und handwerklichen Bereichen. „Wer dort einsteigt, kann großartig Karriere machen“, wirbt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Unternehmen im Freistaat melden seit Jahren einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Kräften – zugleich bleibt ein erheblicher Teil der angebotenen Lehrstellen unbesetzt.

Politik und Handwerk wollen deshalb auch früher ansetzen und die Berufsorientierung an Schulen stärken. Dittrich berät dazu gemeinsam mit der Chemnitzer Fleischermeisterin und Bundestagsabgeordneten Nora Seitz (CDU) sowie Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU), wie Jugendliche stärker für eine berufliche Laufbahn im Handwerk gewonnen werden können. Wirtschaftsminister Panter will sich zudem vor Ort ein Bild von moderner Ausbildung und Aufstiegschancen machen – unter anderem im Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig und beim Handwerksunternehmen Elektro-Anlagenbau Rübner GmbH & Co. KG.