Huayou Recycling stellt in Frankfurt seine „Dual-Process & Dual-Chemistry"-Matrix vor, um das europäische Kreislaufökosystem für Batterien zu fördern

24.06.2026

FRANKFURT, Deutschland, 24. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Während sich die europäische Automobil-Wertschöpfungskette mit den strengen Fristen zur Einhaltung der EU-Batterieverordnung auseinandersetzt, sucht die Branche nach einem optimalen Gleichgewicht zwischen ehrgeizigen Dekarbonisierungsvorgaben und langfristiger wirtschaftlicher Tragfähigkeit.

Um diesen Wandel zu unterstützen, stellt Huayou Recycling – ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich des Lebenszyklusmanagements von Lithium-Ionen-Batterien – auf der Battery Recycling Expo in Frankfurt offiziell seine industrialisierte „Dual-Process & Dual-Chemistry"-Matrix vor. Die Lösung wurde strategisch so konzipiert, dass sie die europäischen Nachhaltigkeitsvisionen mit den pragmatischen betrieblichen Anforderungen lokaler Lieferketten in Einklang bringt.

Ein wesentlicher Engpass, der die europäischen Recyclingunternehmen derzeit lahmlegt, ist die zunehmende Vielfalt der Batteriechemien. Während Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) rasch Marktanteile gewinnen, hat die Branche im Vergleich zu Nickel-Kobalt-Mangan-Batterien (NCM) Schwierigkeiten, diese rentabel zu recyceln. Das Zweiprozessverfahren von Huayou Recycling beseitigt diesen Engpass in der Branche, indem es die nachgewiesene Fähigkeit bietet, beide wichtigen chemischen Verfahren in skalierbarem, industriellem Umfang zu verarbeiten, und europäischen Partnern damit ein robustes Konzept für das Recycling von Altbatterien an die Hand gibt.

Im Mittelpunkt der Lösung steht die flexible Integration von Direktrecycling und hydrometallurgischen Verfahren. Durch den dynamischen Einsatz dieser unterschiedlichen Prozesse, der sich nach dem Grad der Zellabnutzung richtet, sorgt die Matrix für erhebliche CO₂-Einsparungen, optimiert den Rohstoffkreislauf und steigert die Kosteneffizienz über den gesamten Lebenszyklus der Batterie hinweg – und dient damit als wesentlicher Wegbereiter für lokale Fertigungsökosysteme.

Huayou Recycling betonte, dass seine Präsenz in Europa grundlegend auf einer Philosophie der offenen Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern beruht. „Die Bewältigung der komplexen Anforderungen der EU-Batterieverordnung in Bezug auf digitale und umweltbezogene Compliance erfordert gemeinsame Innovationen, die kein einzelnes Unternehmen allein bewältigen kann", sagte Wei Bao, stellvertretender Geschäftsführer von Huayou Recycling. „Unser Ziel ist es, unsere bewährte operative Expertise eng mit der europäischen Industriestruktur zu verknüpfen. Wir setzen auf äußerst flexible Partnerschaftsstrukturen – von der gemeinsamen Technologieentwicklung bis hin zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen – mit europäischen Automobilherstellern, Zellproduzenten und Vorreitern im Bereich Nachhaltigkeit, um gemeinsam eine wirklich geschlossene Wertschöpfungskette zu schaffen."

Huayou Recycling positioniert sich als ESG-orientierter und institutionell anpassungsfähiger Partner und strebt damit an, eine tiefgreifende industrielle Symbiose innerhalb Europas zu fördern und gesetzliche Vorgaben in gemeinsame Wettbewerbsvorteile für die Zukunft von in Europa hergestellten Elektrofahrzeugen umzuwandeln.

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Nach BAG-Urteil: Bremen startet Vorreiterprojekt zur Zeiterfassung an Schulen

15.06.2026

Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.

Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.

Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.