MÜNCHEN, 26. Juni 2026 /PRNewswire/ -- HiTHIUM, ein weltweit führender Anbieter von Batterie-Energiespeichertechnologie, gab heute das erste Projekt im Rahmen seiner strategischen Partnerschaft mit Turbo Energy, S.A. (Nasdaq: TURB) bekannt, einem globalen Integrator von KI-gesteuerten Solar- und Energiespeicherlösungen sowie intelligenten Energiemanagementsystemen. Das Projekt wurde im Rahmen einer gemeinsamen Präsentation auf der Fachmesse Intersolar Europe vorgestellt. HiTHIUM und Turbo Energy arbeiten gemeinsam an der großflächigen Einführung von Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) mit einer Gesamtkapazität von 366 MWh in 15 Industrieanlagen eines großen europäischen Industriekonzerns. Bislang wurden 21 HiTHIUM-Container mit einer Kapazität von jeweils 6,25 MWh ausgeliefert. Die Container werden von HiTHIUMs 4-Stunden-LFP-Batterien mit 1.175 Ah angetrieben und verfügen über die KI-gesteuerte Optimierungsplattform von Turbo Energy, die erstmals in die Batteriesysteme integriert wurde.
Die Einbindung der Energiemanagement-Software und des KI-Know-hows von Turbo Energy in die fortschrittlichen BESS-Produkte von HiTHIUM ist ein Schlüsselelement der strategischen Partnerschaft beider Unternehmen, 2025 ins Leben gerufen wurde. Ihre Zusammenarbeit ermöglicht es großen gewerblichen und industriellen Projekten, eine intelligente, softwaredefinierte Energiespeicherinfrastruktur einzusetzen.

Neues, ganzheitliches Energiemodell bietet elektrointensiven Branchen mehr Effizienz und Stabilität
Diese fortschrittliche, skalierbare Integration von BESS, KI und EMS-Optimierungsarchitektur mit der sauberen Stromerzeugung begegnet dem dringenden Druck, dem elektrointensive Branchen in Europa ausgesetzt sind. Angesichts von Faktoren wie steigenden Betriebskosten, Energiepreisschwankungen und Netzinstabilität benötigen große Gewerbe- und Industrieunternehmen in Europa effizientere Energiemodelle, die integrierte Ausführungsfunktionen über die gesamte Hardware und Software ihrer Energiesysteme hinweg ermöglichen.
Wie dieses neue Industrieprojekt mit 15 Standorten zeigt, können Turbo Energy und HiTHIUM nun vollständig optimierte, durchgängige Solar- und Energiespeicherlösungen liefern, die auf komplexe Gewerbe- und Industrieumgebungen zugeschnitten sind. Die Software von Turbo Energy verwandelt die Batteriesysteme von HiTHIUM in adaptive, optimierte Energieanlagen, die in der Lage sind, die Effizienz zu steigern, die Anfälligkeit gegenüber Energiepreisschwankungen zu verringern und die Betriebsresilienz zu verbessern.
„Unsere Partnerschaft mit Turbo Energy spiegelt das Engagement von HiTHIUM wider, intelligente, leistungsstarke Energiespeicherlösungen bereitzustellen, die auf die Bedürfnisse der großen C&I-Unternehmen (Commercial & Industrial) in Europa zugeschnitten sind", sagte Kelson Li, Vizepräsident von HiTHIUM Europe. „Da große gewerbliche und industrielle Energieverbraucher zunehmendem Druck durch schwankende Energiekosten, Netzengpässe und Dekarbonisierungsziele ausgesetzt sind, wird die Kombination aus fortschrittlicher Langzeit-Batteriespeicherung und KI-gestütztem Energiemanagement immer wichtiger. Durch die Integration der bewährten Batteriespeichertechnologie von HiTHIUM mit den Optimierungsfunktionen von Turbo Energy ermöglichen wir großen C&I-Kunden den Einsatz widerstandsfähigerer, effizienterer und wirtschaftlich optimierter Energieinfrastrukturen. Dieses Projekt zeigt, wie softwaredefinierte Energiespeicher energieintensiven Unternehmen messbaren betrieblichen und finanziellen Nutzen bieten und gleichzeitig eine nachhaltigere industrielle Energiezukunft unterstützen können."
Mariano Soria, CEO von Turbo Energy, fügte hinzu: „Dieses Projekt verdeutlicht, wie sich die industrielle Energieinfrastruktur über die reine Hardware hinaus weiterentwickelt. Die nächste Generation von Energiesystemen wird durch Intelligenz, Optimierung und Entscheidungsfindung in Echtzeit geprägt sein. Durch die Kombination der fortschrittlichen Speichertechnologie von HiTHIUM mit der KI-gesteuerten Plattform von Turbo Energy verwandeln wir Batteriesysteme in intelligente Energieanlagen, die sich an industrielle Betriebsbedingungen anpassen, die Effizienz verbessern und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern können. Wir sind davon überzeugt, dass softwaredefinierte Energieinfrastruktur zu einer entscheidenden Grundlage für die Zukunft der industriellen Elektrifizierung werden wird."

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Im Streit um die Behandlung sogenannter Heavy User im Mobilfunk hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) die Bundesnetzagentur vorläufig in die Schranken gewiesen. Die Bonner Aufsichtsbehörde hatte einem bundesweit tätigen Mobilfunkanbieter untersagt, Kunden mit unbegrenztem oder sehr großem Datenvolumen bei überlasteten Funkzellen mit geringerer Priorität zu bedienen. Diese Form der sogenannten Depriorisierung darf nach der einstweiligen OVG-Entscheidung vorerst weiter angewendet werden. Der Beschluss im Eilverfahren ist nicht anfechtbar.
Nach Auffassung des 13. Senats ist derzeit offen, ob die entsprechende Vertragsklausel des Anbieters mit europäischem Recht vereinbar ist. Im Kern geht es um die Frage, ob eine nachrangige Behandlung von Vielnutzern eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Kunden darstellt. Bevor in der Hauptsache entschieden wird, will das OVG Münster den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung bitten. Damit wird der Konflikt um Datenpriorisierung und Netzmanagement auf die europäische Ebene verlagert.
Gegenstand des Verfahrens ist insbesondere, ob der Datentransport datenintensiver Anwendungen wie hochauflösendem Videostreaming während einer Netzüberlastung eingeschränkt oder verlangsamt werden darf. Der betroffene Mobilfunkanbieter sieht dies in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, um Kapazitäten in ausgelasteten Funkzellen zu steuern. Die Bundesnetzagentur hatte angeordnet, dass diese Klausel nicht umgesetzt werden darf und damit faktisch einen Riegel vor entsprechende Maßnahmen gegen Heavy User geschoben.
In der Vorinstanz hatte sich die Bundesnetzagentur noch durchgesetzt: Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Position der Behörde bestätigt. Das OVG änderte diese Entscheidung nun (Az. 13 B 1232/25) und gab dem Anbieter im Eilverfahren Recht. Mit der geplanten Vorlage an den EuGH dürfte der Fall Signalwirkung für die Auslegung europäischer Vorgaben zur Gleichbehandlung von Internetverkehr und zu den Spielräumen der Netzbetreiber beim Umgang mit stark belasteten Mobilfunkzellen entfalten.