TAIPEH, 9. Juli 2026 /PRNewswire/ -- GIGABYTE, einer der führenden Hersteller von Motherboards, Grafikkarten und Hardware-Lösungen, zeigt, wie sich lokale KI-Rechenleistung mit Vier-Knoten-Clustering auf Basis von AI TOP ATOM für zunehmend komplexe Workloads skalieren lässt. Da KI-Modelle, wissenschaftliche Simulationen und Unternehmensanwendungen weiter an Umfang und Komplexität zunehmen, stoßen eigenständige Systeme je nach Konfiguration zunehmend an Grenzen bei Arbeitsspeicher und Rechenleistung. AI TOP ATOM-Clustering kann diese Grenzen erweitern und die lokale Ausführung speicherintensiver Workloads unterstützen, während Unternehmen zugleich ein hohes Maß an Datenkontrolle behalten.

Jeder AI TOP ATOM-Knoten bietet bis zu 1 PetaFLOP FP4-KI-Leistung und 128 GB Unified Memory. Über einen RoCE-fähigen 200-GbE-Switch können vier miteinander verbundene Knoten mit jeweils 128 GB Unified Memory speicherintensive Workloads über die Grenzen eines einzelnen Systems hinaus skalieren. Die modulare Architektur ermöglicht es Unternehmen, je nach Workload-Anforderungen von einem auf bis zu vier Knoten zu erweitern und dabei eine lokale Bereitstellung sowie ein hohes Maß an Datenkontrolle beizubehalten. Damit entsteht eine skalierbare Grundlage für umfangreichere Workloads in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Wissenschaft.
Um diese Fähigkeiten zu demonstrieren, hat GIGABYTE in Zusammenarbeit mit NVIDIA einen KI-gestützten Workflow für wissenschaftliche Simulationen auf AI TOP ATOM-Clustern vorgestellt. Der auf NVIDIA NVIDIA NemoClaw-Blueprints basierende Workflow nutzt das Open-Source-Modell NVIDIA Nemotron-3-Nano-30B-A3B-NVFP4 zur Entwicklung von Forschungshypothesen und steuert GROMACS an, um Simulationen auf dem gesamten Cluster durchzuführen. Durch die Verknüpfung KI-gestützter Hypothesengenerierung mit wissenschaftlichen Simulationen demonstriert der Workflow, wie KI-getriebene Forschung in einer Cluster-Computing-Umgebung umgesetzt werden kann.
Im Rahmen der Demonstration wird der Workflow auf die Entwicklung von Wärmeleitmaterialien (Thermal Interface Materials, TIM) für fortschrittliches Halbleiter-Packaging angewendet. Dieser Anwendungsbereich ist zunehmend auf groß angelegte Molekulardynamik-Simulationen angewiesen. Während eigenständige Systeme in der Regel auf Simulationen von etwa 10 Millionen Atomen beschränkt sind, bevor sie an ihre Speichergrenzen stoßen, erweitert ein AI TOP ATOM-Cluster mit vier Knoten die Simulationskapazität für die Forschung im Bereich der IC-Packaging-Technologie auf über 30 Millionen Atome.
Die Demonstration verdeutlicht, wie Vier-Knoten-Clustering mit AI TOP ATOM komplexe wissenschaftliche Simulationen unterstützen kann, die über die Möglichkeiten eines einzelnen Systems hinausgehen. Damit erweitert sich der mögliche Einsatzbereich von AI TOP ATOM von der KI-Entwicklung hin zu wissenschaftlichen Rechen- und Simulationsprozessen. Weitere Informationen finden sich unter GIGABYTE AI TOP ATOM.
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.