EERSEL, Niederlande, 6. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Der niederländische Unternehmer und Experte für Verhaltensdesign Bas Wouters hat in den Niederlanden eine Zivilklage gegen Dr. Robert Cialdini sowie mehrere in den USA ansässige Personen und Organisationen eingereicht, die mit der Angelegenheit rund um das Cialdini-Institut in Verbindung stehen.
Bislang hat noch kein Gericht in der Sache entschieden, und die Beklagten können die Vorwürfe bestreiten.
Zivilklage vor einem niederländischen Gericht eingereicht
In der niederländischen Zivilklage wird Schadenersatz in Höhe von rund 31,99 Millionen Euro gefordert. Zu den in dem Verfahren genannten Beklagten gehören Robert Cialdini, Bobette Gorden, das Cialdini Institute LLC, Influence At Work LLC, Samir Patel und Christopher Phelps.
Der Streit betrifft eine Angelegenheit des Cialdini-Instituts
Laut der niederländischen Klageschrift betrifft der Rechtsstreit mutmaßliches geschäftliches Fehlverhalten, Vertragsverletzungen, gesellschafterbezogene Fragen, Angelegenheiten im Zusammenhang mit geistigem Eigentum sowie geltend gemachte geschäftliche Schäden im Zusammenhang mit dem Cialdini-Institut.
Wouters war zuvor an der Entwicklung und der internationalen Expansion des Cialdini-Instituts beteiligt. Der Einreichung zufolge war das Institut international tätig und verfügte über geschäftliche Aktivitäten, eine umfangreiche Adressliste sowie einen geschätzten Unternehmenswert.
Die Einreichung bezieht sich auf eine umstrittene Aktienübertragung
In der Klageschrift wird geltend gemacht, dass Wouters' Position, seine Investitionen, seine Aktionärsrechte und damit verbundene geschäftliche Interessen durch Handlungen und Entscheidungen der Beklagten beeinträchtigt worden seien. In den Unterlagen wird auch auf umstrittene Vorgänge im Zusammenhang mit der Übertragung von Wouters' Mehrheitsbeteiligung am Cialdini-Institut Bezug genommen.
Das Gerichtsverfahren läuft noch
„Bislang hat noch kein Gericht über die Begründetheit der Ansprüche entschieden ", sagte Tim Delmée, Rechtsbeistand von Wouters und den niederländischen Unternehmen. „Die Vorwürfe sind in der niederländischen Zivilklageschrift dargelegt und werden im Rahmen des Gerichtsverfahrens geklärt. Die Angeklagten werden Gelegenheit haben, vor Gericht Stellung zu nehmen."
Zur Einsicht verfügbare Dokumente
Die niederländische Zivilklageschrift, die englische Übersetzung sowie die über 200 Beweisstücke sind auf einer eigens eingerichteten Seite mit Fallunterlagen und Pressematerial verfügbar.
Rechtlicher Hinweis:
Diese Pressemitteilung basiert auf einer niederländischen zivilrechtlichen Klage und den dazugehörigen Unterlagen. Kein Gericht hat in der Sache entschieden. Die Beklagten können die Vorwürfe bestreiten und ihre Stellungnahme vor Gericht vorbringen. Diese Veröffentlichung dient der öffentlichen Bekanntmachung und als Informationsgrundlage für die Medien und ist nicht als Belästigung, persönlicher Angriff oder Aufforderung an Dritte gedacht, Kontakt zu einem Beklagten oder einer verbundenen Partei aufzunehmen.
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Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.
Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.
Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.
Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.