MÜNCHEN, 2. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Die europäischen Märkte treiben die Integration erneuerbarer Energien, den Ausbau von Energiespeichern und die Elektrifizierung voran und so stehen Projektbetreiber unter zunehmendem Druck, neue Erzeugungskapazitäten und stromintensive Verbraucher schneller ans Netz anzuschließen und gleichzeitig strengere Anforderungen an Umweltverträglichkeit, Zuverlässigkeit und Versorgungssicherheit zu erfüllen.
Ein zentrales Highlight war die SF6-freie Ringhauptschaltanlage (RMU) der DQS Air Serie von Daqo. Durch die Kombination von Trockenluftisolierung und Vakuumunterbrechung bietet DQS Air eine Alternative zu herkömmlichen SF6-Anlagen für die Mittelspannungsverteilung. Die kompakte, gekapselte Bauweise soll den Wartungsaufwand reduzieren und einen zuverlässigen Betrieb in städtischen Verteilernetzen, bei Anschlüssen von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien, in Industrieanlagen und bei Netzausbauprojekten gewährleisten.
Daqo stellte außerdem seine neueste SF6-freie, luftisolierte RMU für Sekundärverteilungsnetze vor. Die Lösung wurde für eine flexible Konfiguration, intelligente Überwachung und einen fernsteuerungsfähigen Betrieb entwickelt und unterstützt Kunden, die eine umweltfreundliche und besser verwaltbare Stromverteilungsinfrastruktur anstreben.
Im Bereich der Projekte für erneuerbare Energien und Energiespeicherung stellte Daqo seine containerisierten PV- und BESS-Umspannwerkslösungen in den Vordergrund. Durch die Integration von Aufwärtstransformatoren, Mittelspannungsschaltanlagen, Niederspannungsschaltanlagen, Überwachungs- und Hilfssystemen in eine werkseitig vorgefertigte Einheit hilft die Lösung Entwicklern und EPC-Unternehmen dabei, die Anzahl der Schnittstellen vor Ort zu reduzieren, die Koordination zu vereinfachen und den Weg von der Lieferung bis zum Netzanschluss zu verkürzen.
Für energieintensive Branchen wie Rechenzentren stellte Daqo „DQMpower 2.0" vor, eine modulare Stromversorgungslösung, die Niederspannungsverteilung, USV-Funktionen, Stromqualitätsmanagement und Überwachung vereint. Die Lösung verbessert die Effizienz bei der Bereitstellung, optimiert die Raumnutzung im Schaltschrankraum und erhöht die Transparenz im Betrieb. Die Halbleiter-Transformatortechnologie von Daqo stieß zudem als zukunftsweisende Plattform für die flexible Interaktion zwischen Netzen, Lasten, Speichern und Gleichstromsystemen auf großes Interesse.
„Auf der ,The smarter E Europe' haben unsere Gespräche mit Kunden eine klare Marktpriorität bestätigt: Energieinfrastrukturprojekte erfordern umweltfreundlichere Anlagen, einen schnelleren Netzanschluss und eine höhere Versorgungssicherheit", sagte Kevin Lin, Geschäftsführer für die Region Europa bei Daqo. „Daqo baut seine lokale Koordination und sein Partnernetzwerk in Europa aus, damit Kunden Zugang zu integrierten technischen Lösungen mit übersichtlicheren Schnittstellen und einer besseren Unterstützung bei der Umsetzung erhalten."
Die europäische Strategie von Daqo besteht darin, die Produktionskapazitäten mit lokaler Koordination und der Unterstützung durch Partner zu verbinden. Zur industriellen Basis des Unternehmens gehören 32 Produktionsunternehmen, deren Leistungsspektrum Mittel- und Niederspannungsanlagen, Transformatoren, Automatisierung und Systemintegration umfasst. Für europäische Kunden bedeutet dies abgestimmte technische Pakete, weniger Schnittstellen zu Lieferanten und eine besser kontrollierbare Lieferung. Auch in Zukunft wird Daqo weiterhin mit Energieversorgern, Projektentwicklern, EPC-Unternehmen und Industriekunden zusammenarbeiten, um eine sauberere, zuverlässigere und schneller einsetzbare Energieinfrastruktur in ganz Europa zu fördern.
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Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.
Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.
Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.
Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.