4. CISCE-Bereich für Lieferkettenservice: Logistik, Finanzen und globale Vernetzung stehen im Mittelpunkt

26.06.2026

BEIJING, 26. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Auf der vierten China International Supply Chain Expo (CISCE) wurde ein spezieller Bereich für Lieferkettenservice eingerichtet, der sich auf hochwertige, spezialisierte Geschäftsdienstleistungen konzentriert, welche die einzelnen Phasen der Lieferkette unterstützen. Der Bereich basiert auf vier Kernsäulen: Blue Channel, Integrierte Logistik, Umfassende Dienstleistungen und Industriefinanzierung.

Supply Chain Service: Making Cooperation More Strengthened

Der Bereich Blue Channel vereint weltweit führende Unternehmen der Schifffahrtsbranche – die China Merchants Group, die Shandong Port Group sowie die internationalen Reedereien Maersk, MSC (Mediterranean Shipping Company) und FedEx. Ihre Ausstellungsbeiträge veranschaulichen, wie Chinas Hafeninfrastruktur sechs Kontinente miteinander verbindet, und unterstreichen die entscheidende Rolle der maritimen Logistik in globalen Lieferketten.

Der Bereich Integrierte Logistik präsentiert eine Mischung aus chinesischen und internationalen Akteuren wie der China Henan Aviation Group, YTO Express, der Hebei Logistics Group, Nippon Express und Top Ideal und deckt das gesamte Spektrum des multimodalen Transports ab. Die Ausstellungen umfassen Luftfracht-Drehkreuze, intelligente Kühlkettensysteme und die Routen des China-Europe Railway Express und veranschaulichen, wie Land-, See-, Luft- und Schienennetze zusammenwirken, um widerstandsfähige, anpassungsfähige Lieferketten aufzubauen.

Der Bereich Umfassende Dienstleistungen zeigt, wie sich Unternehmensdienstleistungen über die reine Logistik hinaus zu wissensintensiven Angeboten wie Rechtsberatung, Datenanalyse, Emissionshandel und KI-gestützten Exporttools weiterentwickeln. Zu den vorgestellten Ausstellern gehören die umfassende Zollfreizone des Flughafens Beijing-Daxing, das Servicezentrum der Nationalen Einwanderungsbehörde, die China Carbon Emission Registration and Clearing Co., Ltd., Dun & Bradstreet und Easy-Biz.

Der Bereich Industriefinanzierung ist um die Themen Zahlungsverkehr, Finanzierung und geschäftliche Zusammenarbeit herum aufgebaut und bringt China UnionPay, Visa und Mastercard zusammen, um ein globales Zahlungsökosystem aufzubauen. Die Export-Import Bank of China zeigt gemeinsam mit der ICBC und der Bank of Communications, wie staatlich geförderte Kreditvergabe und Geschäftsbankengeschäft Hand in Hand gehen können, um chinesische Unternehmen bei ihrer Internationalisierung zu unterstützen. PICC präsentiert Risikodeckungen für Handelskredite und grenzüberschreitende Verbindlichkeiten. Die Singapore Business Federation (SBF) leitet eine Delegation aus Vertretern von UOB, DBS und OCBC, um die wachsenden Kompetenzen der asiatisch-pazifischen Region in den Bereichen Handelsfinanzierung und Bankwesen in den Fokus zu rücken.

Von Hochseeschiffen bis hin zu cloudbasierten Datenplattformen und von Handelsfinanzierung bis hin zu Lösungen für die Energiewende – der Bereich Lieferkettenservice bringt führende Unternehmen aus China und dem Ausland zusammen, um eine entscheidende Frage unserer Zeit zu erörtern: Wie lassen sich Lieferketten widerstandsfähiger, intelligenter und umweltfreundlicher gestalten? Dies ist nicht bloß eine gemeinsame Präsentation von Unternehmen. Sie vermittelt ein klares Bild von der fortschreitenden Öffnung des chinesischen Dienstleistungssektors und zeigt auf, wohin sich die globale Lieferkettenbranche als Nächstes entwickeln wird.

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Nach Bauverzögerung: Bahn öffnet Kernkorridor Hamburg–Berlin mit Einschränkungen

15.06.2026

Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.

Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.

Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.

Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.